Vor dem G-20-Gipfel: Konsumenten sehen keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in ihren Ländern
Ipsos-Umfrage in den G-8-Staaten und Schwellenländern

Hamburg/Toronto, 25. Juni, 2010. Eine internationale Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos kurz vor dem G-20 Gipfel in Toronto zeigt, dass die Urteile über die Wirtschaftslage im eigenen Land in den meisten Ländern im Zeitverlauf kaum eine positive Tendenz aufzeigen. Die „Global Consumer Citizen Survey“ wird seit April 2007 monatlich unter knapp 20.000 Befragten durchgeführt, die 75% des weltweiten Bruttosozial-produktes repräsentieren.

Dabei wurde der positivste globale Durchschnittswert im ersten Befragungsmonat, April 2007, gemessen: 66 Prozent der Befragten schätzten die Wirtschaftslage ihres Landes positiv ein, im April 2009 waren es nur noch 29 Prozent – ein steiler Fall um 37 Prozent im Zuge der Weltwirtschaftskrise. Seit Januar 2010 stagniert die positive Einschätzung bei 38 Prozent.

Größter Rückgang der Zuversicht in Deutschland
Vergleicht man die Ergebnisse von April und Mai diesen Jahres fällt vor allem auf, dass die Konsumenten in Deutschland bei der Bewertung der Wirtschaft ihres Landes weltweit den größten Fall nach unten diagnositizieren. Im April gaben noch 45 Prozent eine positive Einschätzung ab, im Mai nur noch 37 (-8%). Großbritannien (- 5%), China und Italien (je -3%) urteilen ebenfalls negativer. Im Gegensatz dazu sehen vor allem Brasilien (-5%), Saudi Arabien (+4%) und Mexiko (+3%) ihre heimische Wirtschaft im Mai positiver als im April. Die G8-Staaten insgesamt verlieren im Durchschnitt 3 Prozent bei der positiven Einschätzung.

Steckbrief:
Diese Ergebnisse stammen aus der Global@dvisor Welle 9 (G@9), eine Ipsos-Umfrage, die zwischen dem 12. und 21. Mai 2010 durchgeführt wurde. Diese Untersuchung wird monatlich in 24 Ländern weltweit über das Ipsos Online Panel System durchgeührt. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von 18.624 Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren in 23 Ländern befragt: In Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Russland, Schweden, Saudi-Arabien, Spanien, Süd-Korea, Türkei, Ungarn, USA. Pro Land umfasst die Studie jeweils ca. 1000 Personen, die über das Ipsos Online Panel befragt wurden. In Argentinien, Belgien, Indonesien, Mexiko, Polen, Saudi Arabien, Süd-Korea, Schweden und der Türkei wurden jeweils 500 Personen befragt. Die Studie in Südafrika wurde unter 3.553 Südafrikanern face-to-face durchgeführt. Die Daten wurden anhand der jeweils aktuellsten Censusdaten nach demographischen Merkmalen gewichtet, um eine Annäherung an die Grundgesamtheit zu gewährleisten.

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Ipsos Presse-Information: Wirtschaftlage G20 Länder, Juni 2010

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